1952 – 1976

Das 50-jährige Bestehen

Am 26. und 27. April 1952 konnte der Turnverein sein 50-jähriges Bestehen feiern.

Viele erinnern sich noch gerne an den gelungenen Kommers mit der damals sehr bekannten Musterriege des Turnvereins Hahnstätten, einer Volkstanzgruppe des Pädagogischen Instituts in Weilburg und des gemischten Chores „Harmonie“ Münster. In der Einladung zu den darauffolgenden Kreisgerätemeisterschaften heißt es wörtlich:

„Haben Sie Lust, sich ein turnerisch vielgestaltiges Programm in Ruhe anzusehen, so kommen Sie und seien Sie unser Gast bei dem edlen Wettkampf der besten Turnerinnen und Turner unseres Turnkreises Mittellahn.
Wir erwarten Sie gerne bei uns in Münster. Sie werden hier echtes Turnertum und gute Gastfreundschaft vorfinden.“

25 Jahre zuvor hatte man in einem ähnlichen Rahmen, mit einem großen Festzug, das 25-jährige Jubiläum begangen.

Entwicklung in den Jahren 1952 – 1976.

Das Jahr 1953 brachte einen recht guten Turnbetrieb, man errang z.B. beim Kinderturntest in Kubach den Wanderpreis des Oberlahnkreises, aber leider konnten die Kinderturnstunden nicht immer durchgeführt werden. In den folgenden Jahren ist in den Protokollen von meist mäßigem Besuch der Turnstunden die Rede. Es werden jedoch die Gauturnfeste in Niederselters, Runkel und Camberg mit Erfolg besucht.

Der Turnverein pflegte auch den Kontakt mit Vereinen aus der weiteren Umgebung.
So waren im Jahr 1955 Turner aus Frankfurt und 1957 aus Mettenheim einige Tage in Münster zu Gast.

Nach über 30-jähriger aktiver Tätigkeit trat 1963 unser Ehrenmitglied Gustav Becker von dem Posten des Schrittführers auf eigenen Wunsch zurück.
Er wurde zum Ehrenschriftführer ernannt. Gustav Becker und Lothar Nahm hatten in den Jahren vorher je vier Jahre lang den Vereinsvorsitz inne.

1964 wurden neue Turngeräte angeschafft. Danach besserte sich auch die Beteiligung am Kinder- und Frauenturnen. Im folgenden Jahr erwarb unser Oberturnwart Herbert Giebl die Übungsleiterlizenz.

1966 wurden erstmals die nun jährlich stattfindenden Ortswettkämpfe unter Leitung des Turnvereins durchgeführt, die Gemeinde stiftete einen Pokal für den Sieger des Faustballturniers der Ortsvereine. In den Ieichtathletischen Wettkämpfen können sich alle sportlich interessierten Münsterer Bürger mit Altersgleichen messen.

In den Jahren 1970 bis 1973 führten der Sportverein und der Turnverein erstmals gemeinsam in der Turnhalle die Kirmesveranstaltungen, je einen Maskenball und einen Kindermaskenball durch, nachdem die Gastwirte des Dorfes keine Veranstaltungen mehr in der Halle abhalten wollten.

Bei allen Jubiläumsfesten der Sängervereinigung „Harmonie“, des Sportvereins und der Freiwilligen Feuerwehr beteiligten sich Aktive des Turnvereins mit Vorführungen am Festprogramm.

Unsere Tischtennisabteilung wurde im Jahr 1971 gegründet. Die Zahl ihrer Aktiven und ihre Leistungen sind bis heute erfreulicherweise fast stetig gestiegen.

Nach dem Einbau der neuen Heizung im Jahr 1972 konnte auch die Gymnastikabteilung der Frauen und besonders die Kinderabteilung einen größeren Zuspruch verzeichnen, da nun die Halle auch im Winter benutzbar war.

Am 16. und 17.9. 1972 feierte der Turnverein sein 70-jähriges Bestehen, verbunden mit einem Festabend und den Ortswettkämpfen.

1973 schied Walter Steinhauer auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus, nachdem er 17 Jahre lang den Verein als 1. Vorsitzenden geleitet hatte. Er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ebenso wurde unser Oberturnwart Albert Schröder, der schon 1920 und dann wieder 1948 ständig den Posten des Oberturnwartes übernommen hatte, zum Ehrenoberturnwart ernannt.

1. Vorsitzender wurde nun Horst Ebel. Im gleichen Jahr gab sich der Verein eine neue Satzung.

Ebenfalls 1973 wurde erstmals vom Turnverein eine Volkswanderung durchgeführt, die heute, ebenso wie die Ortswettkämpfe, zum regelmäßigen Angebot des Turnvereins an alle Münsterer Bürger gehört.

Zum Dorfverschönerungswettbewerb übernahm der Turnverein seit dieser Zeit auch die Aufgabe, das Gelände um die Turnhalle zu reinigen und zu verschönen. Später wurde hauptsächlich von Vereinsmitgliedern auch ein Waldsportpfad angelegt und eine Übersichtstafel für die Wanderwege aufgestellt.

Nach Bildung der Großgemeinde Selters trat der Turnverein 1974 dem Ortsjugendring bei.

Anläßlich des Jahresabschlußturnens wird seit 1975 jährlich vom Verein eine Zeitung herausgebracht, die die Mitglieder über alle wichtigen Vorkommnisse des vergangenen Jahres informiert.

Der erste Bauabschnitt des Turnhallenumbaus wurde im Jahr 1975 beendet. Seit dieser Zeit haben unsere Aktiven in den einzelnen Hallensportarten gute Übungsmöglichkeiten, allerdings fehlen sie für Leichtathletik und Feldspiele. Die Turner hoffen, daß die Gemeinde in diesem Jahr noch einige notwendige Einbaugeräte für die Halle anschafft, und daß in nächster Zukunft der Wunsch nach einer 100 m-Bahn in Erfüllung geht.

1976 bildete sich auch wieder eine gut besuchte Hausfrauenabteilung, deren Mitgliederzahl ständig wächst.

 

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